a) Basisprogramm 50+Gold mit folgenden Laborparametern:
· Blutuntersuchung (Blutbild (rot, weiß), Blutfette, Blutzucker, Blutsenkung,
Harnsäure, Leberfunktionswerte, Nierenwerte ).
· Klinische Untersuchung des Körpers.
· Anthropometrische Daten (Größe, Gewicht, BMI, Körperfettanteil,
Fettverteilungstyp, Waist-Hip Ratio, Bio-Impedanzanalyse).
· Ruheblutdruck.
· BIA - 4 Kompartmentmodell: Die Analyse der Körperzusammensetzung mit
Hilfe einer gefahrlosen, hochfrequenten Widerstandsmessung ermöglicht die
Bestimmung des Körperfettanteils. Hierdurch ist in Kombination mit dem
Wiegen eine zusätzliche Aussage bezüglich des Risikofaktors Übergewicht
möglich.
b) Erweiterte Untersuchung EKG, Spirometrie:
· Lungenvolumen, Lungenkapazität, Flussparameter (Spirometrie).
· EKG.
· Herzinfarkt– Risikochart (framinghame heart study).
· Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie). Durch diese Untersuchung werden
Informationen über Lungengröße (Vitalkapazität) und Strömungsverhältnisse
der Lunge (Atemwegswiderstand) gewonnen.
c) Anamnese:
· schriftliche und mündliche Erhebung der Patienten-
/Probandenvorgeschichte; sportspezifische Anamnese; standardisierter
Fragebogen und mündliche Erhebung der Vorgeschichte.
· Quality-of-life Fragebogen.
d) Status:
· klinische Untersuchung (Herz-Lungen-Befund, Inspektion, Auskultation,
Palpation).
· klinisch orthopädischer Status (Beurteilungen zur Belastbarkeit des Stütz
und Bewegungssystems).
e) Leistungsdiagnostik / Ergometrie / Laktatleistungskurve:
· Die Ergometrie soll die aus Schritt a) bis d) gewonnen Informationen
vertiefen. Bei dem Untersuchungsprotokoll handelt es sich um ein
individuelles variables Belastungsinkrement mit Einminuten-Belastungsdauer
mit gleichzeitiger Laktatschwellenbestimmung (Protokoll nach Pokan et. al.
1999, Wien). Es dient zur Evaluation der maximalen Leistungsdaten als
auch zur Bestimmung der Ausdauerleistungskapazität. Es wird eine
ergometrische Schwellenbestimmung zur Ermittlung des LTP 1 und LTP 2
(lactat turn point) durchgeführt. Gemessen werden die Maximalleistung in
Watt und der %-Satz des tabellarischen Sollwerts der altersgemäßen
Normbefunde unter EKG-Monitoring.
f) Befundbesprechung:
Jeder Proband erhält einen ausführlichen schriftlichen Befund, in dem alle
vorliegenden Untersuchungsbefunde im Zusammenhang dargestellt werden.
In Seminarform werden anschließend die Grundzüge der
Befundinterpretation und der Umsetzung des individuellen Trainingsrezepts
dargelegt. Falls notwendig, erhalten die Teilnehmer Empfehlungen für
weiterführende Untersuchungen und erhalten Gelegenheit, noch offene
Fragen zu klären. Sollten sich auffällige Befunde ergeben, würden weitere
Abklärungen bei ambulanten oder stationären Vertragseinrichtungen der
Sozialversicherungsträger veranlasst werden.
Zielsetzung:
Nach dem durchgeführten Gesundheitscheck weiß jeder Teilnehmer über
seinen individuellen Gesundheitszustand Bescheid, wurde umfassend über
ein eventuell bestehendes Risikoprofil aufgeklärt und hat Verständnis und
Motivation gewonnen, durch kompetente Modifikation des bisherigen
Lebensstils eigeninitiativ Strategien zur Umsetzung des individuellen
Bewegungsprogramms zu bewältigen.
Erweiterung des Basis-Checks
Sinnvollerweise werden die Untersuchungen aus dem Basis-Check durch
Ultraschalluntersuchungen ergänzt und vervollständigt.
Zum Beispiel durch einen Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) um
verborgene Klappenfehler aufzudecken oder eine beginnende
Herzschädigung durch einen hohen Blutdruck zu erkennen, etc.
Die Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane oder der Gefäße sind eine
Standardscreeningmethode um Nebenerscheinungen, unseres durch
Wohlstand geprägten Lebensstil, aufzudecken; z.B.: beginnende
Leberverfettung beim metabolischen Syndrom (= ein bisschen zu gut essen,
hin und wieder zu viel trinken, insgesamt zu wenig bewegen).
Bei vorhandenem Risikoprofil werden auch endoskopische Abklärungen
durchgeführt bzw. veranlasst (Ziel ist aber, diese Leistung dann wie üblich
mit der Krankenkasse zu verrechnen).